Lirabelle #9

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Editorial

…diese Ausgabe der Lirabelle erscheint mit Verspätung. Gründe dafür gibt es viele. Jeden Montag Sü- / Thügida, nahezu jedes Wochenende ein Neonaziaufmarsch und verschiedene andere Kampagnen und Projekte, haben uns alle beschäftigt und Kräfte gefressen.
Da kam uns der Streik der Lokomotiven Lenkenden – das Wort „Führer“ kommt uns in den momentanen Zeiten noch schwerer über die Lippen – sehr gelegen und wir solidarisierten uns nicht nur mit der GDL, sondern traten gleich mit in den Streik. Unsere Forderungen wurden leider nicht erfüllt: Rassistische Bürger*innen gibt es immer noch, auch Neonazis tummeln sich in der Erfurter Innenstadt und haben nun noch einen weiteren Raum – die Kneipe „091er“ am Berliner Platz.
Ihr dagegen bestreikt hoffentlich nicht diese Ausgabe, auch wenn wir für das Poster im Mittelteil der Lirabelle #8 um Entschuldigung bitten. Diese findet ihr in dieser Ausgabe, wie auch zwei Leser*innenbriefe, die uns erreichten und das Poster zum Thema machen. Danke dafür!
Eure Reaktionen / Feedbacks sind uns wichtig und wir freuen uns tatsächlich über Kontroverses, solidarische Pöbeleien und auch Lob – wie auch über Texte und Streetart-Beiträge für den Mittelteil. Wir waren auf der Suche nach feministischen / antisexistischen Graffitis in Erfurt, doch blieben leider erfolglos. Mehr „Feminist Take Over“ in Texten, auf der Straße, überall! Auch dazu haben wir in dieser Ausgabe etwas geschrieben.
Zudem beschäftigen wir uns mit Rassismus in Institutionen, antirassistischem Engagement in Eisenberg, der Bezeichnung des 8. Mai als „Tag der Befreiung“; auch die Aluhüte dürfen nicht fehlen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und einen schönen Sommer!
das Redaktionskollektiv der Lirabelle

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